Endokrinologie Praxis



Endokrinologie

Diabetes insipidus

Diabetes insipidus ist eine Erkrankung, bei der es zu einer erhöhten Urinausscheidung (Polyurie) und demzufolge zu einem gesteigerten Durstgefühl und einem vermehrten Trinken (Polydipsie) kommt. Weitere Symptome sind trockene Haut und trockene Schleimhäute, Verstopfungen und Schlafstörungen. Wenn der Flüssigkeitsverlust nicht ausgeglichen wird, steigt die Natriumkonzentration im Blut (Hypernatriämie), und es kommt zur hypertonen Dehydratation (Austrocknung) des Organismus. Bei Diabetes insipidus wird zu wenig ADH (antidiuretisches Hormon) im Hypothalamus (Steuerzentrum des Vegetativen Nervensystems mit Sitz im Zwischenhirn) produziert und nicht über den Hypophysenstil in die Hinterlappen der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) weitergeleitet. ADH hemmt die Wasserausscheidung durch die Nierentubuli (Nierenkanälchen). Die Ursache für einen ADH-Mangel kann u.a. ein Schädel-Hirn-Trauma oder eine Unterbrechung durch einen Abriss des Hypophysenstils sein. Aber auch Zysten, Tumore Entzündungen und Autoimmunerkrankungen sind eventuelle Auslöser.

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Internist Endokrinologe

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Diabetes insipidus